
Mitteilungs-Archiv 1998 |
Frankfurter Rundschau, 10.11.1998
Hoffnung für das Berliner "Tacheles". Die
drohende Räumung des legendären Künstlerhauses in der
Oranienburger Straße ist abgewendet
BERLIN. Die drohende Räumung des alternativen Künstlerhauses Tacheles in der Berliner Innenstadt ist abgewendet. Die Betreiber der Kaufhausruine und der künftige Investor, die Kölner Fundus-Gruppe, haben eine Einigung erzielt, teilten beide Seiten am Montag mit; nähere Einzelheiten sollen am heutigen Dienstag folgen. "Unser Verbleiben ist jedenfalls für einen bestimmten Zeitraum jetzt gesichert", sagte ein Tacheles-Sprecher der dpa ergänzend. Alternative Künstler hatten 1990 das ehemalige Kaufhaus in der Oranienburger Straße in Berlin-Mitte besetzt und die Ruine so vor dem Abriß bewahrt.
Frankfurter Rundschau, 13.11.1998
Legal ist nicht scheißegal. Eine Lösung für das
"Tacheles", mit der alle zufrieden sind.
Legal ist doch nicht scheißegal. Und deshalb sind am Ende alle zufrieden. Die Leute vom Kunsthaus "Tacheles" in der Oranienburger Straße, weil sie endlich einen (Unter)Mietvertrag besitzen, und die Kölner Fundus-Gruppe, weil sie mit der Bebauung der großen Brache im Zentrum Berlins beginnen und sich obendrein mit dem Imagefaktor Kultur schmücken kann. Auch die Oberfinanzdirektion (OFD) als Verwalterin des Bundesvermögens kann sich freuen, fließen doch rund 80 Millionen Mark für das insgesamt 23 000 Quadratmeter große Grundstück in die Kassen des Bundes. Zu guter Letzt können die schon bestellten Räumkommandos der Polizei in ihrer Stube bleiben.
Der Tagesspiegel, 10.11.1998
Überraschende Einigung um die Kunstruine Tacheles. Investor und
Künstler haben Streit um die Räumung beigelegt
Die Räumung des Künstlerhauses Tacheles an der Oranienburger Straße in Mitte ist passé. Am Montag bestätigten Sprecher des Künstlervereins und des Investors, der Kölner Fundus-Gruppe, man habe sich geeinigt. Der Bestand des Künstlerhauses ist offenbar für eine gewisse Zeit gesichert.
Berliner Morgenpost, 11.11.98
Das Tacheles und die große Freiheit des Untermieters
Der Aachener Investor, der auf den Grundstücken für über eine Milliarde Mark ein lebendiges, kleinteiliges Stadtquartier nach Vorbild des Pariser Marais errichten will, besteht nun allerdings nicht mehr auf Räumung des Tacheles, sondern vermietet das 1990 besetzte Haus für zunächst zehn Jahre an den Kulturmanager Heiner Steiner. Zur symbolischen Miete von einer Mark.
Berliner Morgenpost und Der Tagesspiegel, 10.11.98
Überraschende Einigung im Streit ums Tacheles
Überraschung im Streit um das Tacheles: Das Kunsthaus an der Oranienburger Straße in Mitte wird nun doch nicht geräumt., erhält allerdings auch nicht die seit Jahren angestrebte Autonomie. Nach wochenlangen Geheimverhandlungen mit der Kölner Fundus-Gruppe sieht ein Kompromiß jetzt vor, ...
Berliner Zeitung, 11.11.1998
Eine Einigung ist noch kein Happy-End. Nach der Kür die Pflicht:
Das Tacheles steht mit dem Mietvertrag vor neuen Erwartungen
Die 600 Akten lasen sich wie eine Liebeserklärung. Dennoch sollte es fünf Jahre lang nicht zu einem Ehevertrag kommen, denn einige Klauseln verhärteten die Fronten zwischen dem Kunsthaus Tacheles und dem Investor Fundus. Als auch nicht mehr die Kultursenatsverwaltung vermitteln konnte, zog sie kurzum die Ausstattung (also die Fördermittel) ein. Das kann es doch nicht gewesen sein, dachte sich Kulturmanager Heiner Steiner und begab sich in die Rolle Amors: Zur Premiere seiner "Zauberflöte" plazierte er Tacheles- und Fundus-Vorstand auf engstem Raum, in einer Loge.
Seit Montag nacht kann sich Steiner nun als erfolgreicher Unterhändler verstehen. In völliger Eintracht bestätigen die beiden Ex-Partner am Dienstag morgen auf einer überraschenden Pressekonferenz, einen Mietvertrag unterschrieben zu haben, der sowohl die Interessen des Tacheles als auch die von Fundus berücksichtigt. Da freut sich auch die Kultursenatsverwaltung.
Berliner Zeitung, 11.11.98
Am Tacheles entsteht das "Johannisviertel".
Fundus-Gruppe will letzte große Brache in Mitte bebauen /
Investition von 500 Millionen Mark
Fast zwei Jahre lang lagen die Pläne in der Schublade. Jetzt ist der Weg frei zum Bau eines neuen Quartiers rund um das Kunsthaus Tacheles in Mitte. Nach Abschluß eines Mietvertrages zwischen dem Kunsthaus und der Kölner Fundus-Gruppe kann der Investor die riesige Brache hinter dem Tacheles bebauen. Es handelt sich um das letzte große Bauprojekt in der dichtbebauten Berliner Altstadt.
die tageszeitung, 11.11.1998
"Zauberflöte" rettet Tacheles
Die drohende Räumung des Kulturzentrums in Berlin-Mitte ist abgewendet.
Nach jahrelangem Streit gibt es nun eine überraschende Lösung für das Kulturhaus Tacheles in der Oranienburger Straße in Berlin- Mitte. Die Kölner Investorengruppe Fundus und der Tacheles- Verein, der das Haus betreibt, haben einen Mietvertrag für vorerst zehn Jahre abgeschlossen.
Die Miete beträgt nur eine symbolische Mark pro Monat. Zusätzlich übernimmt Fundus die denkmalgerechte Grundsanierung der Kaufhausruine und verzichtet auf inhaltliche Einmischung in den kulturellen Betrieb. Die Gestaltung des Hauses bleibt beim Tacheles-Verein.
Neues Deutschland, 11.11.1998
Tacheles hat Mietvertrag. Kunsthaus endlich legal
Sie sehen vor sich glückliche Menschen, begann Heiner Steiner, erfolgreicher Chefunterhändler im Dauerstreit zwischen der Fundus-Gruppe und dem Kunsthaus Tacheles, gestern der Pressekonferenz zur Einigung beider Parteien im Theatersaal iin der Oranienburger Straße. Und glücklich sind Bettina Hertrampf und Kathrin Maßmann. Vorständlerinnen des Tacheles e.V., wirklich. Ihr Haus ist ab heute legalisiert.
Berliner Kurier, 11.11.1998
Tacheles gerettet! Künstler müssen 1 Mark Miete zahlen
BERLIN - Aufatmen in der Oranienburger Straße: Die Zukunft des Kunsthauses Tacheles ist gesichert. Es gibt einen unterschriebenen Mietvertrag über zehn Jahre. Der jahrelange Streit um das besetzte Gebäude ist (zumindest vorerst) beendet.
Was in der Oranienburger Straße passiert, ist einmalig. Ein positives Zeichen für die Hauptstadt. Zum ersten Mal wird die (alternative) Kunst nicht von der Wirtschafstmacht untergebuttert, sondern ein Unternehmen schafft eine Spielwiese für Künstler. Und das in einer Zeit, wo Kunst oft kaputtgespart wird, zu einem Luxusgut verkommt. Die Investoren haben erkannt: Das Tacheles ist ein Magnet, lockt Touristen aus der ganzen Welt an. Also nutzen sie dies geschickt, bauen rund um das Zugpferd ein neues Stadtviertel auf. Wirtschaft und Kunst Hand in Hand. Das wollen wir öfter sehen. Von Thomas Klein
B.Z., 11.11.1998
Tacheles de Luxe! Aber es bleibt
Mitte - Das Tacheles ist gerettet. Der Chef der Kulturmanagementfirma IMD, Heiner Steiner, , 52, hat das Kunsthaus gemietet. Damit schaffte er, was nach zwei Jahren Kommunikationsstillstand unmöglich schien: Die Betreiber des Tacheles einigten sich mit der Investoren-Gruppe Fundus (Adlon, Quartier 206), die das Gelände vor fünf Jahre erwarb. Für die nächsten zehn Jahre wird das Tacheles weiter bunte Kultur in der Oranienburger Straße machen. Darauf setzt Fundus-Geschäftsführer Anno August Jagdfeld: Dieses Viertel hat einen ganz eigenen Charme. Es gibt bestimmt etliche Menschen, die gerne ein paar Mark mehr bezahlen, um hier zu wohnen. Für das 30000 Quadratmeter große Freigelände zwischen Johannis-, Friedrich- und Oranienburger Straße plant er 40 Neubauten mit viel Luft. Vorbild sei u.a. Greenwich Village in New York. Das denkmalgeschützte Tacheles, 1909 als Passagen-Kaufhaus eingeweiht, soll als Kulturruine saniert werden.
Allein in den ersten 3 Quartalen 1998 konnte FUNDUS über
80.000 qm
neu vermieten. Damit gehört FUNDUS zu den großen Vermietungsgesellschaften in Deutschland.
Die Schwerpunkte der Vermietung liegen eindeutig in Berlin, wo als Vorbote des Regierungs- und Parlamentsumzuges die Nachfrage bereits im laufenden Jahr erheblich anzog. In den Objekten "Spreebogen-Plaza" in Charlottenburg, "Pyramide" in Marzahn sowie "Plaza Frankfurter Allee" konnten über 15.000 qm vor allem an Bürofläche und z.T. auch Handelsfläche neu vermietet werden. Allein die Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE bezieht im November über 8.000 qm in der Pyramide. Diese ist damit bei marktgerechten Mieten jetzt zu rund 60 % vermietet.
Im Spreebogen-Plaza belegen z.B. die Transrapid International und die Deutsche Bahn AG größere Flächen. Die Vermietung weiterer Flächen steht kurz bevor, so daß in absehbarer Zeit eine Vollvermietung möglich ist.
In den alten Bundesländern konnten vor allem Handelsflächen (ca. 25.000 qm) zu marktüblichen Konditionen vermietet werden. Ausgewählte Mieter sind z.B. Stinnes-Baumarkt (Haslach), Hit-SB-Verbrauchermarkt (im EKZ Bonn-Tannenbusch), Spar (im City-Center Bergedorf), Tengelmann (Kirchheim-Teck), Rewe (Köln, Dürener Straße) oder Edeka (Wetter).
FUNDUS verwaltet rund 800.000 qm an Nutzflächen, wovon sich etwa ein Drittel in den neuen Bundesländern und Berlin befindet. Der Vermietungsstand im Westen beträgt über 98 %, im Osten rund 75 %.
Weitere Projekte von FUNDUS sind als geschlossene Immobilienfonds in der Vermarktung:
* * *
Handelsblatt, 9. Oktober 1998: Pankow und Köpenick umwerben die Familie
... Schon zu alten deutschen Zeiten galt Pankow mit seinen Villenvierteln und ausgedehnten Einfamiliensiedlungen als privilegierte Wohnadresse. ... Pankow, da sind sich die Immobilienwirtschaftler einig, ist heute der Geheimtip. ... reichen inzwischen an das Preisniveau der guten Lagen im Westen Berlins heran. ... In der Planung sind fast 5000 neue Wohneinheiten.
Berliner Morgenpost, 30. Oktober 1998: Aufbruch im Norden Berlins
Einkaufszentrum wertet "Rennstrecke" Breite Straße auf ... Mit diesem Einkaufszentrum an der Breite Straße, so hofft man im Rathaus, bleibe Kaufkraft im Bezirk. ... Helmut Jagdfeld, Geschäftsführer der Fundus-Gruppe, die dort investiert, zeigt sich zufrieden, daß bereits ein Jahr vor Eröffnung 70 Prozent der 20.300 Quadratmeter vermietet seien.
Berliner Zeitung, 30. Oktober 1998: Grundstein für Center am Rathaus gelegt
Bis Ende Oktober kommenden Jahres sollen hier auf drei Etagen 20.300 Quadratmeter Einzelhandelsfläche und 3.600 Quadratmeter Bürofläche entstehen. Für die Kunden der 60 Läden sowie die Besucher der geplanten gastronomischen Einrichtungen stehen dann auf zwei Parkdecks 840 Stellflächen zur Verfügung. Schon jetzt sind 70 Prozent der Verträge für den Einzelhandelsbereich unter Dach und Fach.
Der Tagesspiegel, 01. Oktober 1998, berichtet über das erste Jahr des erfolgreichen Einkaufszentrums: Seit Eröffnung an der Bahnhofstraße vor einem Jahr kommen täglich bis zu 100.000 Leute.
Heiligendamm. Die Weiße Stadt am Meer soll aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen - mit Hilfe wohlhabender Anleger.
Capital, Oktober 1998, schreibt über Heiligendamm: Wer barfuß am Ostseestrand von Heiligendamm entlangstapft und die klassizistischen Villen an der Strandpromenade an sich vorbeiziehen läßt, ahnt ihn, den mondänen Glanz der zwanziger Jahre. Das Ensemble der Weißen Stadt am Meer, Deutschlands erstes Seebad, 1793 vom Mecklenburger Herzog Friedrich-Franz I. gegründet gehört noch heute zu den kulturhistorisch bedeutsamen Anlagen Norddeutschlands.
Quellenhof auf dem Weg zu einem der schönsten Hotels im Zeitplan
Aachener Nachrichten v. 11.09.1998: Eichenvertäfelte Wände, vergoldeter Stuck, edle Materialien wie Teakholz oder Seide bei der Innenausstattung, so langsam wird glaubhaft, was Vertreter des neuen Besitzers immer verkündet hatten: Der Quellenhof wird eines der schönsten Hotels Deutschlands.
Cash: Meer & Mehr - Mecklenburgs Küste vor dem Aufschwung
"Ein neuer Milliardenmarkt ist in Sicht: Mecklenburg-Vorpommern, das beliebte Ferienland. Mit der neuen Autobahn 20 ist die schöne Ostsee-Küste schnell zu erreichen. Schon steigt der Preis für Ferienimmobilien. Eine Riesenchance für Investoren
Cash vom 05.09.1998 schreibt über die wirtschaftliche Entwicklung und Investitionschancen in Mecklenburg-Vorpommern.
"Mecklenburgs Ostseeküste gilt bei deutschen Urlaubern längst als Geheimtip. Die Übernachtungswünsche überschreiten die Zahl der Hotelbetten ständig. Beste Aussichten für Investoren also." ... "Heiligendamm: 160 Kilometer von Hamburg und 250 Kilometer von Berlin entfernt und heute schon in weniger als drei Stunden von beiden Städten aus zu erreichen. Die A20 wird die Fahrzeit nach Hamburg auf eineinhalb Stunden verkürzen. Zu jeder Jahreszeit wird etwas besonderes geboten. Die Aussichten: Im Sommer spülen die Wellen Schaumkronen an den Strand, im Winter beeindrucken weiß-rosa Kristalle in aufgetürmten Eisschollen."
Die Welt: was das Adlon nach dem Startjahr noch alles plant
Die Welt vom 28.08.1998 schreibt:
"In nur einem Jahr hat sich das Adlon am Pariser Platz in Berlin zum absoluten Flaggschiff der Kempinski-Gruppe entwickelt. Das gilt sowohl für den Umsatz und Profit als auch für die Reputation. Wohl noch nie war ein Hotel derart stark in den internationalen Medien präsent..."
Die Zeit: Auferstehen aus Ruinen
"Heiligendamm, ein Remake. Oder: Braucht Deutschland ein Luxusresort an der Ostsee?"
Die Zeit vom 27.08.1998 schreibt über Heiligendamm: "... Bäderarchitektur, du Zauberwort. Dein ganzer Reichtum ist hier zu bewundern, die überdachten Veranden, die Säulen und Pilaster, Bogenfriese, Balkone, Erker und Reliefs. Allein schon die Namen der Villen und Cottages verbreiten ein Flair behaglicher Sommerfrische..."
Die Welt, 22. Juni 1998, Nr. 117-21
Bon Voyage - Nostalgie in Heiligendamm
In zwei Jahren soll das älteste deutsche Seebad wieder im Glanz der Belle Epoque erstrahlen Historisches Menü von Witzigmann
Von Heinz Hormann
Heiligendamm - Man wünschte sich Bon Voyage. Es war die goldene Zeit des Reisens und zugleich der Beginn der individuellen Kuren. Die vielen Festessen und Schlemmereien im Winter waren den Reichen und Privilegierten auf die Galle geschlagen. Die Damen wurden schwermütig, die Herren paßten nicht mehr in ihre Anzüge, das war das Signal, die feinsten europäischen Bäder aufzusuchen und die Heilwirkung der Mineralwasser zu nutzen. Der allmächtige Kurarzt verordnete die richtige Wasserdosis, eine Diät und gelegentlich auch körperliche Übungen.
Einer der beliebtesten Kurorte war zu jener Zeit Heiligendamm, das vor 210 Jahren der Mecklenburger Herzog Friedrich Franz hatte erbauen lassen. Zum Ende des vorigen Jahrhunderts und in den 20er und 30er Jahren gehörte das Seebad, 30 Kilometer westlich von Rostock, zu den vornehmsten deutschen Zielen mit internationalem Flair. In den folgenden zeitgeschichtlichen Kapiteln verfiel die Weiße Stadt am Meer leise und kaum bemerkt. Zur DDR-Zeit wurde Heiligendamm zum nüchternen "Erholungsort für die Werktätigen". Die historische Bausubstanz hat auch das über standen, wenn auch unter Schmerzen und mit Blessuren.
In zwei Jahren soll das Kleinod an der Ostsee wieder im alten Glanz erstrahlen. Blank poliert mit einem finanziellen Einsatz von mehr als 400 Millionen Mark und nutzbar gemacht durch die Hotel-Software von Kempinski. Die Hotelgruppe hat mit Fundus (Anno August Jagdfeld), dem Eigentümer der prachtvollen Residenzen, direkt am Strand einen Management-Vertrag abgeschlossen.
In dieser Woche wurden im Kempinski-Flaggschiff Adlon vom Koch des Jahrhunderts Eckart Witzigmann erstmals wieder frühere fürstliche Menüs nachgekocht. Auch ein Hinweis auf baldigen Genuß pur in Heiligendamm.
Die Eröffnung des Gebäudekomplexes ist in zwei Etappen für die Jahre 2000 und 2001 geplant. Spätestens bis dahin wird das spätklassizistische, unter Denkmalschutz stehende Ensemble zu einem Fünf-Sterne-Luxusresort ausgebaut sein.
Natürlich geht es um Nostalgie. Die hochherrschaftlichen Badezeiten der Belle Epoque sollen zumindest nachempfunden und modern interpretiert werden. Man will sich deutlich von den Familienbädern wie Warnemünde oder Kühlungsborn abheben. Der früheren Präsenz der Hocharistokratie ist die stilistisch homogene Erbauung von architektonischen Meisterleistungen wie etwa dem schneeweißen Kurhaus mit dorischen Säulen in Form eines "Tempels der Gesundheit" zu verdanken.
Dieses berühmte Bauwerk wird künftig als Haupthaus des Hotels den Empfang, Lobby, Restaurants sowie einen Tagungs- und Konferenzbereich beherbergen. Weitere Baudenkmäler: historische Villen, die als Eigentum zu erwerben sind. Insgesamt werden diese Örtlichkeiten nach ihrer Rekonstrukion und Restaurierung Platz für rund 160 Zimmer und Suiten bieten.
Die Gäste, die sich über die Luxusresortanlage mit Fitneß, Wassersport, exzellente Bedingungen für Reiter und die Schönheit des autofreien, naturgeschützten Geländes freuen, müssen sich wenig Gedanken machen, ob Heiligendamm bei den notwendigen Investitionen auch für Anteils-Zeichner (Fonds) gewinnbringend sein kann. Im Kurbad bleiben Arbeit, Analysen, Alltagsprobleme grundsätzlich ausgesperrt.
Berliner Zeitung, 30. April 1998
Pankow bekommt ein neues Einkaufszentrum. Die Fundus-Gruppe will Ende 1999 mit dem Bau des Rauthaus-Centers in der Breiten Straße, direkt gegenüber dem Rathaus, fertig sein. Bereits jetzt sind 40 Prozent der rund 20.000 Quadratmeter vermietet. Für Kunden gibt es künftig in einem Parkhaus Platz für 840 Wagen.
Einkaufscenter in Pankow vorgestellt
Berliner Morgenpost, 30. April 1998
In das neue Einkaufszentrum "Rathaus-Center" an der Breite Straße 18-21 a in Pankow will das Kölner Unternehmen GP Fundus voraussichtlich 200 Millionen Mark investieren. Ende des Jahres soll das Center fertig sein. Die bisherigen Investoren hatten das seit sechs Jahren geplante Projekt im Februar abgegeben.
Fundus-Geschäftsführer Helmut Jagdfeld sagte bei der Vorstellung der Pläne, in Berlin gebe es zwar schon zu viele Einkaufszentren, in Pankow jedoch noch keines. Die 0,44 Quadratmeter Einkaufsfläche pro Einwohner in Pankow lägen deutlich unter dem Durchschnitt. In das vierstöckige Gebäude werden 60 bis 70 Geschäfte einziehen. Außerdem sind 840 Parkplätze geplant.
Pankower Einkaufszentrum zum Weihnachtsshopping 1999 fertig
Der Tagesspiegel, 30 April 1998
Pankow (oew). Nach sechs Jahren Planung ist das Einkaufszentrum am Rathaus nun im Bau. Trotz vieler Änderungen bleibt es bei den Eckdaten: 19.800 Quadratmeter Verkaufsfläche auf drei Geschossen, zusätzlich 3.750 Quadratmeter für Büros und Praxen, sowie 840 Pkw-Stellplätze, im ebenfalls vier Etagen hohen Parkhaus. Größter Mieter soll ein "Kaufland" Selbstbedienungs-Warenhaus werden. Die restlichen Läden gehen im üblichen Branchenmix an Modefilialisten, Schuhhäuser und einen großen Elektronikfachmarkt. Unkenrufen, Berlin verfüge bereits jetzt über zuviel Einzelhandelsfläche, stellen die Investoren nüchterne Zahlen entgegen: Pankow werde durch die Neubaugebiete rund 16.000 Einwohner gewinnen, und mit 0,44 Quadratmeter pro Einwohner habe der Bezirk derzeit statistisch die wenigsten Ladenflächen in Berlin.
Zum Weihnachtseinkauf 1999 soll das Kaufzentrum seine Türen öffnen. Geplant ist an der Breiten Straße eine Fassade aus roten Klinkern mit zwei Eingängen, die direkt in eine glasüberdachte Galerie führen. Von hier aus sollen dann alle Läden erreichbar sein. Autofahrer können direkt von der Mühlenstraße geradeaus in das neue Parkhaus fahren. Von hier erfolgt auch der Lieferverkehr.
Nicht bebaut wird derzeit das mit Bäumen bestandene Grundstück zur Pankower Kirche. Hier ist geplant, zwischenzeitlich einen Platz anzulegen, ehe - langfristig - ein Ergänzungsbau zum Einkaufszentrum entstehen könnte, der die Ladenflächen am Anger noch erweitert. Dazu müßte zunächst eine Einigung zwischen Investoren und dem Grundstückseigentümer erzielt werden.
Bauherr ist nunmehr eine Grundstücksgesellschaft, an der neben der Stuttgarter Projektentwicklungsgesellschaft SEPA auch die Kölner GP Fundus beteiligt ist. Karl Pepper, vor sechs Jahren noch Investor, ist nicht mehr im Boot. Die Projektentwickler hatten mehrere Planungsschlappen hinnehmen müssen. Ein 1996 eingereichter Bauantrag, der ein Center mit Karstadt und C&A vorsah, mußte zurückgezogen werden, nachdem Karstadt das Interesse verlor. Der Komplex wurde danach ein bißchen kleiner, paßt sich in den Umrissen aber vollständig dem städtebaulichen Entwurf an, der im Oktober 1995 vorgestellt wurde.
Helmut Jagdfeld, Geschäftsführer der GP Fundus, erklärte, im neuen Zentrum würden 500 Arbeitsplätze entstehen. Die neuen Einkaufmöglichkeiten verhinderten, daß, wie derzeit, jährlich 480 Millionen Mark an Kaufkraft aus Pankow abgezogen würden.
Baubeginn RATHAUS-CENTER, Berlin-Pankow
Köln, den 29. April 1998. Nachdem die Bauvorbereitungen abgeschlossen wurden, sind die Bauarbeiten am RATHAUS-CENTER, ein Investitionsvorhaben der FUNDUS-GRUPPE in Berlin, nunmehr aufgenommen worden und laufen auf Hochtouren. Fertigstellung und Eröffnung des RATHAUS-CENTER sind für das IV. Quartal 1999 geplant.
Mit der Errichtung des Einkaufszentrums RATHAUS-CENTER werden auf drei Ebenen (UG, EG und 1. OG) rund 19.800 m² Verkaufs- und Dienstleistungsflächen sowie Gastronomie entstehen. Im 2. und 3. Obergeschoß sind zusätzlich insgesamt ca. 3.750 m² Bürofläche geplant. Im 1.-4. Obergeschoß werden für die Kunden des RATHAUS-CENTER Pkw-Stellplätze mit einer Kapazität für insgesamt ca. 840 Fahrzeuge geschaffen.
Das RATHAUS-CENTER befindet sich im Bezirkszentrum von Pankow unmittelbar gegenüber dem Rathaus. Die am Standort vorbeiführende Breite Straße ist die traditionelle Hauptverkehrs- und Einkaufsstraße Pankows. Der S-Bahnhof Pankow ist fußläufig zu erreichen. Mit den Bauarbeiten für die Erweiterung der vom Alexanderplatz kommenden U2 von der Vinetastraße bis zum S-Bahnhof Pankow ist im Frühjahr 1997 begonnen worden. Bis 1999 soll diese Erweiterung abgeschlossen sein. Für den Individualverkehr ist der Standort sehr gut zu erreichen. Dieser Faktor ist für das RATHAUS-CENTER von sehr großer Bedeutung, da somit eine optimale Erreichbarkeit für die Bewohner der neuen großen Siedlungsgebiete im nördlichen Teil des Bezirks gewährleistet ist.
Die Breite Straße im Stadtteil Pankow wurde im Leitbild der Stadtentwicklung in die Kategorie der Ergänzungsbereiche unmittelbar nach den zentralen Haupteinkaufszonen des Kurfürstendamms (City West) und der Friedrichstraße (City Ost) eingestuft. Die Zentren dieser Hierachiestufe stellen in den jeweiligen Bezirken echte Zentrumslagen beziehungsweise 1a-Lagen dar.
Die derzeitig verfügbare pro Kopf-Verkaufsfläche von 0,44 m² Pankows liegt deutlich unter den Vergleichswerten anderer Bezirke Ost- und West-Berlins. West-Berlin verfügt derzeit über ca. 1,0 m² pro Einwohner (Ost-Berlin: rund 0,7 m² pro Einwohner).
Anders als in vielen Bezirken Ost-Berlins wächst die Einwohnerzahl in Pankow wieder. Im Jahre 2000, also in zwei Jahren, rechnet man mit einem Anstieg von derzeit ca. 113.000 Einwohnern auf ca. 122.800 Einwohnern. Zusammen mit dem Nachbarbezirk Weißensee bildet Pankow das bedeutendste Wohnbaureservoir Berlins. Die Fertigstellung von ca. 4.500 Wohnungen steht unmittelbar bevor. Insgesamt sollen ca. 32.000 Neubauwohnungen in 30 städtebaulichen Entwicklungsgebieten im nördlichen Teil von Pankow und Weißensee entstehen. Darüber hinaus ist der Bau von ca. 13.000 Wohnungen als Verdichtung bereits existierender Wohnviertel geplant.
Die GP FUNDUS Gewerbebau und Projektierung GmbH zeichnet sich für die Vermietung, das Marketing und die Konzeption des RATHAUS-CENTER verantwortlich. Das Centermanagement und das technische Gebäudemanagement werden ebenfalls von der GP FUNDUS übernommen. Schon zu Baubeginn sind ca. 40 % der Einzelhandelsfläche an das SB-Warenhaus KAUFLAND (Lidl & Schwarz) vermietet. Neben den geplanten Magnetmietern und Filialisten werden eine Vielzahl von ortsansässigen Einzelhändlern ihre Geschäfte im RATHAUS-CENTER eröffnen.
Pressemitteilung der FUNDUS-Gruppe zur Halbinsel Wustrow
Wustrow, 28. April 1998
1. Die Halbinsel Wustrow wurde 1996 von der TLG Rostock im Auftrag des Bundes ausgeschrieben. Im März 1997 wurde FUNDUS vom Vergabeausschuß, dem u. a. Vertreter des Landkreises Bad Doberan, der Gemeine Rerik sowie der beteiligten Landesministerien angehörten, nach der Investorengruppe Archi Nova auf den zweiten Platz gesetzt. Bis Juli 1997 wurden ausschließlich Verhandlungen mit dem Interessenten Archi Nova geführt.
2. Als im Juli 1997 noch kein Kaufvertrag mit Archi Nova in Aussicht war, wandte sich die TLG entsprechend einer internen Beschlußvorlage des Vergabeausschusses an FUNDUS. FUNDUS erklärte sich mit einem kurzfristigen Vertragsschluß nur einverstanden, sofern das kampfmittelbelastete Naturschutzgebiet beräumt würde. Das hatte vor allem zwei Gründe:
a) Die Sicherheit der Bewohner und Besucher von Wustrow. Die Lebenserfahrung zeigt, daß selbst Verbotsschilder, Stacheldrahtzäune oder Gräben keine Gewähr gegen ein unbefugtes Betreten bieten. Dabei ist besonders zu berücksichtigen, daß ein solches Betreten des Naturschutzgebietes auch von Wasser her, durch Surfer, Segler, Schwimmer usw. erfolgen kann. Es kann auch nicht im Interesse von Rerik sein, daß Wustrow bei einem nicht auszuschließenden Unfall als "Todesinsel" durch die Presse geistert.
b) Zudem wäre eine Einzäunung von zwei Drittel der Inselfläche mit dem Charakter und Erscheinungsbild von Wustrow nicht vereinbar. Die Insel muß auch in einem kleinen Teil des Naturschutzgebietes unter fachkundiger Führung eingeschränkt begehbar und erlebbar werden für Bewohner und Besucher. Die deutschen Nordseeinseln, wie z. B. Sylt, wären auch nicht zu zwei Dritteln hinter Stacheldraht vorstellbar.
3. Der Bund war aus Kosten- und Haushaltsgründen, und um keinen Präzedenzfall zu schaffen, zu einer Beräumung des Naturschutzgebietes nicht bereit. In den zahlreichen vergleichbaren Fällen in ganz Deutschland hat der Bund munitionsbelastete Naturschutzgebiete lediglich eingezäunt. Da zunächst keine Möglichkeit der Munitionsberäumung gesehen wurde, kam bis Ende 1997 kein Kaufvertrag mit FUNDUS zustande. Nach monatelangen Parallelverhandlungen der TLG mit Archi Nova und FUNDUS hat FUNDUS das Angebot unterbreitet, unter der Bedingung, daß der Bund den zusätzlichen Kaufpreis in voller Höhe für die Munitionsberäumung einsetzt. Darüber hinausgehende Beräumungskosten wird FUNDUS tragen. Auf dieser Grundlage wurde am 05.02.1998 der Kaufvertrag beurkundet.
4. Um die Belange des Naturschutzes dauerhaft zu sichern, hat FUNDUS zudem über die bestehende Naturschutzverordnung hinaus faktisch die Rechte als Eigentümer (jedoch nicht die Pflichten) an das Bundesamt für Naturschutz notariell abgetreten. Eine bauliche oder sonstige kommerzielle Nutzung des Naturschutzgebietes ist definitiv ausgeschlossen. FUNDUS beabsichtigt die Verwaltung des Naturschutzgebietes den Naturschutzverbänden zu übertragen.
5. FUNDUS ist bereit, die unmittelbar an die Stadt angrenzenden für Tourismuszwecke wichtigen Baulichkeiten auf der Halbinsel Wustrow, die Seebrücke, den dabei befindlichen Kiosk und die jeweils zugehörige Funktionalfläche, der Stadt Ostseebad Rerik auf deren Wunsch unentgeltlich zu übereignen.
FAZIT: Die hier gefundene Lösung ermöglicht einerseits ein gefahrloses Erleben der Halbinsel Wustrow und wird andererseits den Anforderungen des Naturschutzes sowie den Interessen der Stadt Ostseebad Rerik gerecht. Unter Abwägung aller Aspekte hat die gefundene Lösung Modellcharakter für die vielen eingezäunten munitionsbelasteten Naturschutzgebiete in Deutschland.
Berliner Morgenpost, 16. April 1998
(dpa) - Das Fantasy-Musical "Der Herr der Ringe" wird im Herbst in einem Zelt neben dem Tacheles Weltpremiere haben. Die Kölner Fundus-Gruppe, die als Investor auch das Tacheles Gebäude kaufen will, hat die Freifläche neben dem Kunsthaus in der Oranienburger Straße (Mitte) an das Musical-Projekt vermietet.
Rerik, den 26. Februar 1998. Am 5. Februar 1998 hat die FUNDUS-GRUPPE von der Bundesvermögensverwaltung, vertreten durch die Treuhand-Liegenschaftsgesellschaft, die Halbinsel Wustrow erworben, um sie zu einem naturverbundenen Wohn- und Arbeitsstandort mit hohem Ruhe- und Erholungswert zu entwickeln.
Projektkonzept
Ziel der Planungen von FUNDUS ist es, die Halbinsel Wustrow durch eine sensible Verflechtung von Wohnen, Arbeiten und Erholung in naturnaher Landschaft zu einem wirtschaftlich leistungsfähigen Kleinod der mecklenburgischen Ostseeküste zu entwickeln. Im Mittelpunkt des Konzeptes stehen nicht Tagesurlauber und Pauschaltouristen sondern eine attraktive Mischung von neuen, zukünftig ständig auf Wustrow lebenden Bürgern. Diese garantieren dem Ort eine lebendige und authentische Identität, die sowohl ruhebedürftige Feriendauergäste als auch komfortbewußte Dienstleistungsunternehmen anspricht. Wustrow soll und darf keine nur saisonal besuchte Ferieninsel werden. Deshalb werden mindestens ein Drittel aller vorgesehenen Wohneinheiten für Personen mit erstem Wohnsitz vorgesehen.
Während Heiligendamm sich als vornehmes Seebad auf eine deutlich einkommensstärkere Kur-, Zweitwohnsitz- und Urlauberklientel orientieren wird, wird Wustrow ein naturverbundener Wohn- und Arbeitsstandort mit hohem Ruhe- und Erholungswert werden und damit das bestehende Urlaubsangebot der übrigen Ostseeorte ergänzen. Wustrow vereint die Vielfalt der Naturerlebnisse der Ostseelandschaft mit dem Angebot von Wohnen und Arbeiten in der Nähe unberührter Landschaften. Ein mit den Naturschutzbehörden und den freien Trägern gemeinsam durchzuführendes ökologisches Management wird dafür Sorge tragen, daß auch in Zukunft das Naturschutzgebiet nur in eingeschränkten Bereichen strukturiert begeh- und erlebbar bleibt.
Durch behutsame Einfügung naturverbundener Freizeit- und Erholungsangebote (Golf, Tennis, Reiten, Wandern) entsteht im Landschaftsschutzgebiet ein Ort, der nirgendwo sonst an der Ostsee in dieser Naturverbundenheit zu finden sein wird. Alle Planungen respektieren die Landschaft und bewahren das Naturschutzgebiet. Nicht nur die bestehende Wohnsiedlung und die Erweiterungsfläche, auch das Landschafts- und Naturschutzgebiet sind als solche fester Bestandteil eines Planungskonzeptes, das einen langfristig sicheren und konsequenten Naturschutz erst ermöglicht.
Projektübersicht
Landbrücke
Die Landbrücke wird in ihrem ursprünglichen Zustand renaturiert. Ein neuer befestigter Geh- und Fahrradweg wird die Strände und Wanderwege der Halbinsel mit Rerik und den umliegenden Gemeinden verbinden. Nur Anlieger, ihre Besucher, Dauerferiengäste und Bewohner von Rerik können Wustrow mit dem Auto erreichen. Allen anderen Besuchern wird der Zugang durch ein Shuttle-System ermöglicht werden.
Gartenstadt
Die bestehende Altbauwohnsubstanz mit etwa 22.500 m² Nutzfläche soll - soweit technisch und wirtschaftlich möglich - restauriert und modernisiert werden. Von den bestehenden Funktionsgebäuden (ca. 14.000 m²) können etwa 6.000 m² für Gastronomie-, Kultur- und Nahversorgungseinrichtungen umgewidmet werden.
Die Militärliegenschaft soll durch folgende Maßnahmen in eine Zivilgemeinde umgewandelt werden:
Neue Wohngemeinde (Erweiterungsgebiet)
Die neue Wohngemeinde wird sich nahtlos an die vorhandene Gartenstadt anfügen. Sie wird gekennzeichnet durch
Landschaftsschutzgebiet
Die in der Gartenstadt und im Erweiterungsgebiet vorgesehene Bebauungsdichte wird in Richtung des Landschaftsschutzgebietes kontinuierlich reduziert. Das Landschaftsschutzgebiet erfüllt seine eigentliche Funktion als Filter zwischen Mensch und Natur. Ein südlich der Gartenstadt und der neuen Wohngemeinde verlaufender, durchgehender Grüngürtel mündet in den Bereich des Landschaftsschutzgebietes. In diesem Areal ist ein umfangreiches Geh-, Fahrrad- und Reitwegesystem vorgesehen. Es verbindet das Landschaftsschutzgebiet sowohl mit dem Naturschutzbereich als auch mit der Wohngemeinde, der Gartenstadt, den Stränden und der Stadt Rerik.
Westlich und südlich der neuen Wohngemeinde befindet sich ein durch militärische Nutzung und Munitionsräumungen stark belasteter Bereich. Hier ist nach Beräumung ein Golfplatz mit 18 Löchern und ein Sportzentrum geplant. Bepflanzt mit einheimischen Gras-, Strauch- und Baumarten werden sie sich in das vorhandene Landschaftsbild einfügen.
Naturschutzgebiet
Der wesentliche Teil des Naturschutzgebietes soll, wie in der Naturschutzverordnung vorgesehen, auch weiterhin von jeglicher touristischer Nutzung ausgeschlossen bleiben. Der dem Landschaftsschutzgebiet zugewandte vordere Teil des Naturschutzgebietes soll gleichermaßen geschützt bleiben; jedoch ist geplant, nur in Abstimmung mit allen für den Naturschutz zuständigen Stellen eine strukturierte, das heißt eine zeitlich, räumlich und personell streng reglementierte Begehbarkeit zu ermöglichen.
Zeitlicher Ablauf
Die FUNDUS-GRUPPE wird auf der Grundlage des dargestellten Projektkonzeptes und auf Basis des von der Gemeinde Rerik verabschiedeten Rahmenplans im Sommer 1998 mit den vorbereitenden Planungen beginnen. Vorgesehen ist, partnerschaftlich mit der Gemeinde Rerik die Bauleitplanung schnellstmöglich zu beginnen und zum Abschluß zu bringen. Parallel dazu wird die entsprechende Bauantragsplanung erarbeitet und zur Projektrealisierung führen.
Rerik, den 26. Februar 1998. Zu den jüngst von einzelnen Vertretern des Landes, des Landkreises und auch der Stadt Rerik erhobenen Vorwürfen infomiert die FUNDUS-GRUPPE wie folgt:
| 1. | Der Vergabeausschuß hat im März 1997,
nachdem ca. 10 Angebote eingereicht worden waren,
die FUNDUS-GRUPPE als zweitplazierten Wettbewerber
festgesetzt. FUNDUS hat von Anbeginn sein Interesse auch
am Erwerb des Naturschutzgebietes kundgetan. In dem
Vergabeverfahren waren neben den Vertretern der
beteiligten Landesministerien
beteiligt. |
| 2. | Im Juli 1997 wurden, da noch immer kein Abschluß mit dem Erstplazierten in Aussicht war, entsprechend der Beschlußlage des Vergabeausschusses, Verhandlungen mit der FUNDUS-GRUPPE aufgenommen. Unmittelbar nach Verhandlungsbeginn wurden Informations- und Abstimmungsgespräche, die im übrigen auch protokolliert wurden, mit der Gemeinde Rerik aufgenommen. Die Gemeinde Rerik war folglich über das Konzept der FUNDUS von Anbeginn informiert, sie konnte ihre Wünsche bzw. Vorstellungen bzgl. der Konzeption der FUNDUS einbringen. FUNDUS wird die Belange der Gemeinde Rerik bei der bevorstehenden Planung entsprechend berücksichtigen. |
| 3. | Das von FUNDUS vorgestellte Konzept beabsichtigt eine natürliche Stadterweiterung der Gemeinde Rerik. Fehlende Infrastrukturangebote (z.B. Kino, Schwimmbad, Einzelhandel, Gastronomie, Sportanlagen etc.) wird nicht nur den Käufern bzw. Nutzern der Gartenstadt sondern allen Bürgern Reriks zur Verfügung stehen. |
| 4. | Die FUNDUS-GRUPPE ist sich der
Einmaligkeit des Naturschutzgebietes Salzhaff/Wustrow
bewußt und hat in Kenntnis der sensiblen politischen
Situation mit dem Bund eine gemeinsame Lösung für die
notwendige Beräumung des Naturschutzgebietes erreicht.
FUNDUS hat sich beim Kauf des Naturschutzgebietes im
wesentlichen von folgenden Überlegungen leiten lassen:
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| 5. | Die Ankündigung der Gemeinde, das Vorkaufsrecht auf die Insel Wustrow ausüben zu wollen, halten wir für nicht durchführbar, da unseres Erachtens die gesetzlichen Voraussetzungen nicht vorliegen und die haushaltsrechtlichen Vorschriften sowie die Kommunalverfassung entgegenstehen. Im übrigen wäre ein solches Verhalten aus unserer Sicht treuwidrig; es würde sowohl dem Ergebnis des Vergabeausschusses als auch dem bisherigen Verhalten der Gemeinde gegenüber den Investoren widersprechen. |
| 6. | Die FUNDUS-GRUPPE erwirbt die Halbinsel nicht zum Nulltarif. FUNDUS zahlt einen Kaufpreis für die Gartenstadt, das Erweiterungsgebiet und das Landschaftsschutzgebiet. Für das Naturschutzgebiet zahlt FUNDUS einen weiteren zusätzlichen Kaufpreis, der in voller Höhe für die Munitionsberäumung des Naturschutzgebietes verwendet werden muß. |
| 7. | Die FUNDUS-GRUPPE wird kurzfristig alle erforderlichen Maßnahmen zur Einleitung der Bauleitplanung in Abstimmung mit der Gemeinde Rerik vornehmen. |
| 8. | Es existieren keine Finanzierungsprobleme der FUNDUS-GRUPPE bei der Realisierung bzw. Abwicklung einzelner Projekte. Entsprechende Behauptungen entbehren jeder sachlichen Grundlage. |
Erste Bilanz im Kempinski-Hotel Adlon: Direktor van Daalen "hochzufrieden"
Januar 1998. Fünf Monate nach seiner Eröffnung am 23. August 1997 legt das Hotel Adlon Berlin jetzt seine ersten Wirtschaftsergebnisse vor. Jean K. van Daalen, Geschäftsführender Direktor des von der Kempinski-Hotelgruppe geführten Hauses am Brandenburger Tor, würdigte die neuen Zahlen als "äußerst erfreulich und erfolgreich." Berechnungszeitraum der Bilanz sind die letzten vier Monate des Jahres 1997, da erst der Abschluß der Voreröffnungsphase und die Einführung der regulären Zimmerpreise ab September 1997 repräsentative Schlußfolgerungen ermöglichen. Demnach erzielte das Hotel bei einem durchschnittlichen Zimmerpreis von 369 Mark eine durchschnittliche Gesamtbelegung von 55 Prozent.
Für den Zeitraum 1. September bis 31. Dezember 1997 verzeichnete das Hotel Adlon einen Gesamtumsatz von 18.791 Millionen Mark. Das Bruttobetriebsergebnis (GOP) liegt bei 35,4 Prozent. Der Umsatz schlüsselt sich anteilig in folgende Bereiche auf: Zimmer/Logis 44.7 Prozent, Food & Beverage/Gastronomie 48.9 Prozent, Sonstiges 6.4 Prozent.
Jean van Daalen: "Ich bin hochzufrieden mit diesem Ergebnis, der Leistung unserer rund 300 Mitarbeiter und der Akzeptanz des Adlon in der Öffentlichkeit, die sich von dieser Bilanz ablesen läßt."
Kempinski Hotels & Resorts betreibt insgesamt zehn Hotels in Deutschland. Parallel zu der Expansion im Inland hat die Gruppe in ihrem 100. Jubiläumsjahr 1997 auch international das Hotelportfolio auf 24 Häuser weltweit ausgebaut. Zeugnis dessen ist der Betreibervertrag für das Kempinski Hotel Zografski in Sofia sowie die Managementverträge für die derzeit im Bau befindlichen Häuser in Jakarta, Estepona und Prag. Das Berliner Adlon mit seinen 337 Zimmern, darunter 51 Suiten, wurde von der Fundus Fonds-Verwaltungen GmbH in Form eines geschlossenen Immobilienfonds finanziert, der rund 4000 privaten Kapitalanlegern die Möglichkeit zur unmittelbaren Teileigentümerschaft eröffnete.
NGZ 2/98: " ... Und dann drei Persönlichkeiten, die ihre ganze unternehmerische Kraft gegeben haben, nicht nur, um den Mythos Adlon wiederzubeleben, sondern die zeigen, daß auch am ganz großen Objekt durch enormen persönlichen Einsatz Visionen heute in der rauhen Wirklichkeit des Marktes Realität werden können: Ein Projektentwickler, der antritt, fast eine halbe Milliarde DM von Investoren zu erhalten, ein Kempinski-Vorstandsmitglied, der einen sicherlich hastig unterschriebenen Pachtvertrag "erbt" und sich jetzt dafür verbürgen kann, daß das "Ganze" auch klappt, und ein Macher vor Ort, der gemacht hat, weil man ihn hat machen lassen - und er hat es gut gemacht. Alle drei - Anno August Jagdfeld, Reto Wittwer und Jean K. van Daalen - Unternehmerpersönlichkeiten unserer Hotellerie, die die strengen Kriterien des Preises erfüllen."
Handelsblatt v. 13.01.1998: "Fundus-Gruppe legt Top-Abschluß vor"
Immobilien Zeitung v. 15.01.1998: "Plazierungshoch bei Fundus"
Köln, 8. Januar 1998 - Die FUNDUS-GRUPPE blickt auf ein sehr gutes Ergebnis im abgeschlossenen Geschäftsjahr 1997 zurück. Mit einem plazierten Investitionsvolumen von 676.237.000 Mark (plus 72,5 % gegenüber 1996) kann das Kölner Immobilien-Unternehmen FUNDUS FONDS-Verwaltungen GmbH das drittbeste Ergebnis in seiner 16jährigen Emissionsgeschichte vorweisen.
Zu den Höhepunkten 1997 zählte die Einweihung des Hotel Adlon (FUNDUS FONDS 31) durch Bundespräsident Roman Herzog am 23. August 1997 sowie die Eröffnung des Einkaufszentrums Forum Köpenick (FUNDUS FONDS 32) am 23. Oktober 1997 mit 150.000 Besuchern am ersten Tag.
Aktuell in der Plazierung ist der FUNDUS FONDS 33 - Parkhotel Quellenhof in Aachen - und das "Stern-Plaza" - Wohnungen in Potsdam. Als Fondsprodukt für Anleger mit ganz besonderen Ansprüchen an luxuriöse Immobilien wird das Grandhotel Heiligendamm an der Ostseeküste in den nächsten Wochen auf den Markt kommen. Mit einem Fondsvolumen von rund 300 Millionen Mark werden zunächst die ersten Gebäude innerhalb des denkmalgeschützten Ensembles zu einem Luxushotel mit 160 Zimmern und Suiten restauriert.
Die 1975 entstandene FUNDUS-GRUPPE hat bisher ein Investitionsvolumen von rund 9,2 Milliarden Mark erfolgreich abgewickelt. Dazu gehören die Bereiche Wohnungsbau, gewerbliche Immobilien und Berliner Wohnungsbau. Insgesamt werden rund 50.000 Kapitalanleger betreut, die sich an 43 Geschlossenen Immobilienfonds beteiligt haben.
Über ihre aktuellen Produkte auf dem Markt für geschlossene Immobilienfonds informiert die FUNDUS-GRUPPE auch via Internet. Unter der Internet-Adresse http://www.fundus.de sind aktuelle Angebote zu finden.